Dienstag, 26. Mai 2015

Zurück in Sapa

Über Stock und Stein, querfeldein. Die H'Mong Frauen sind unglaublich trittsichere Wanderer. Und alles in Badeschlappen. Von einem Ausflug nach Sapa zurück zu kommen ist hingegen wie ein Erwachen nach einem schönen Traum. Zurück in der Realität. Restaurants mit gesalzenen Preisen, von überall die Rufe doch hier oder dort dies oder jenes zu kaufen und die Betreiber von Restaurants, die uns Heimweh nach China machten. Wir kamen gerade aus einem Land in dem wir uns zwei Monate lang als Gast gefühlt hatten. In Sapa selbst fühlten wir uns wie Touristen.

Kein Restaurantbetreiber empfahl uns Speisen oder freute sich besonders, wenn wir hereinkamen, wir hörten kein fröhliches Gegacker aus der Küche oder Gelächter vom Personal. Wer in Sapa arbeitet, der kämpft um jeden Gast. Nur leider feiert er ihn nicht, wenn er einen hat. Er nimmt ihm die Speisekarte für die Einheimischen weg und ersetzt sie durch die für die Touristen. Weil dort die Preise fünf mal so hoch sind.

Wir fanden jedoch doch noch einen Ort, der eine Ausnahme bildete. Die Misty Bar war an allen drei Abenden unsere Wahl. Nicht nur, weil sie genau neben unserem Domizil lag. Selbst wenn wir in Sapa durch den Markt schlenderten passierte es, dass auf einmal jemand auf uns zugelaufen kam und vor uns sprang, sich diebisch freute, uns erschreckt zu haben und uns dann mit einem Klopfen auf die Schultern begrüßte.

Es war einer der Angestellten von Möbelgutschein online aus der Misty Bar, der sich schon darauf freute, dass wir abends wieder vorbei kommen würden. Um gegen ihn im Billard zu verlieren oder deutschen Hip Hop zu diskutieren, von dem sie alle deutlich mehr Ahnung hatten als wir. So spielten sie uns ihre gesamte Sammlung vor, erzählten vom Besitzer der Bar und seinem deutschen Freund, einem echten Rapper und ließen uns das vietnamesische Bier probieren.

Sapa ist ein Touristenort, soviel ist sicher. Doch das hat seine Gründe, und die sind die Reise allemal wert. Dies geht an Sie, liebe Leser. Sie erfreuen sich an unseren Berichten? Das hören wir gerne. Wir versprechen, wir bleiben dran. Doch nun können Sie vielleicht mehr tun. Sie können uns helfen. Wir wollen einmal um die Welt. Ohne zu fliegen. Doch da gibt es ein Problem. Den Ozean.

Unser Plan sieht vor von Australien oder Neuseeland aus mit dem Frachtschiff nach Süd- oder Mittelamerika zu fahren. Doch wie stellen wir das an? Man kann diese Reisen für viele tausend Euro buchen, doch dafür fehlt uns das Geld. Aber wir können arbeiten! Quasi Hand für Koje. Helfen Sie uns, verbreiten Sie unser Gesuch und wir garantieren weiterhin lustige, spannende, unterhaltsame Geschichten von unserer Reise. Es wäre wahrlich mehr als traurig, wenn die Reise in Australien ihr Ende finden müsste, nur weil wir kein Boot finden, das uns mitnimmt.

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