Donnerstag, 7. Mai 2015

Wandern in den Tälern um Sapa

Au weh. Und nun? Wir waren baff. Mein erster Gedanke galt unseren Rucksäcken, die wir im Bus gelassen hatten. Darin die Laptops und Kameras. Doch bevor der Puls in die Höhe schnellen konnte, blickten wir uns um und sahen einige Menschen, die hier still und geduldig warteten. Einige davon erkannten wir als Mitfahrer. Keiner schien sich Sorgen zu machen, also wollten wir das auch nicht tun. Nach einer halben Stunde kam es uns Spanisch vor. Nach einer Stunde wurde uns kühl. Nach eineinhalb Stunden vermischte sich beides zu einem Gefühl, für das ich keinen Namen habe.

Doch dann kam der Bus. Juhu! Doch die Gruppe machte kein großes Hallo, es schien alles völlig normal zu sein. Der Busfahrer stieg aus, die Fahrgäste stiegen ein. Wir zuckten mit den Schultern und wollten noch unsere Zigaretten zu Ende rauchen, die wir uns gerade angesteckt hatten. So kam es, dass wir sahen, wie der Busfahrer den hinteren Laderaum öffnete, der beim Beladen am Busbahnhof in Haikou geschlossen gewesen war.

Er öffnete die Luke, holte Schlauch und Besen und Marken Lampen online , spritzte den Innenraum gründlich ab und schrubbte den gesamten Kofferraum durch. Dann legte er Schlauch und Besen beiseite und stieg wieder in. Gut gelaunt und munter vor sich hin pfeifend. Wir schauten uns fragend an. Und entschieden uns besser nicht den Busfahrer zu fragen, wo er denn die eineinhalb Stunden gewesen sei und wieso er seinen Laderaum nun so gründlich reinigte. Wir stiegen wieder ein, die Fahrt ging ohne Zwischenfälle weiter und wir kamen mit einer Verspätung von etwa eineinhalb Stunden in Kunming an. Warum auch immer.

Die Gegend um Sapa ist dazu gemacht zu Fuß erkundet zu werden. Wir wanderten mit einheimischen Frauen ihren Heimweg vom Markt in Sapa zurück in ihr Dorf. Durch die Felder und Reisterrassen der Berge. Mit jedem Schritt wurden Natur und Ausblicke atemberaubender.

Zu Hause bei den H'Mong

Am Abend lernten wir in einer Bar ein spanisches Pärchen, einen Holländer und einen Schweizer kennen und freundeten uns an. Gemeinsam entschieden wir uns am nächsten Tag eine Wanderung zu machen.

Es galt früh aufzustehen, dann wurden wir von einer H'Mong Frau abgeholt und marschierten zu siebt mit noch zwei Franzosen durch die Reisterrassen und die Felder um Sapa. Es war wundervoll.

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