Sonntag, 12. April 2015

Hilfsprojekte in Kambodscha

Hier erhalten sie alles Notwendige. Ein weiteres Problem sei die Korruption in Kambodscha. Und zwar auf allen Ebenen. Die Behörden kämen nie, um sich über die Projekte zu erkundigen, sie melden sich nur, wenn es ums Geld geht. Und auch bei Spenden werde sich gerne bedient, klagt der Gründer. Es ist ein mühsamer, ein beschwerlicher Weg. „Ich versuche jeden Tag mein Bestes zu geben, aber es gibt viele Widerstände. Manchmal denke ich daran, den Laden einfach zu schließen und heim zu meiner Familie zu gehen. Doch was wird dann aus den Kindern?"

Jeder kann helfen, jeder ist willkommen. Freiwilliger Helfer bei der Arbeit. Es ist das Schicksal eben dieser Kinder, dass Racky Tag für Tag antreibt um auch Möbel von Kare Design badmöbel zu suchen. Inzwischen seit neun Jahren, als er die Vorgängerorganisation von CAD gründete. Selbst als er die Türen wegen fehlender Gelder für ein Jahr schließen musste, gab Racky nicht auf. Getragen wird die Organisation von seinem unermüdlichen Einsatz und dem Engagement der freiwilligen Helfer. Viele von ihnen selbst gerade erst dem Schüleralter entwachsen, verbringen ihre Zeit damit, unentgeltlich die Kinder ihres Dorfes zu unterrichten.

Die jüngeren der Helfer haben zudem kein eigenes Einkommen und leben noch bei ihren Familien. Doch finden auch Touristen gelegentlich den Weg nach Don Teav. Manche kommen, um sich über das Projekt zu informieren und hinterlassen eine Spende.

Andere bleiben hier und unterrichten selbst. „Manche kommen für zwei Tage, andere bleiben zwei Monate" sagt Racky, der Jeden Willkommen heißt. Denn es sei wichtig, den Menschen einen Einblick in die Arbeit von CAD zu geben, in der Hoffnung, dass sie darüber berichten und eventuell weitere freiwillige Helfer oder Spender anlocken.

Dani, Aushilflehrer für eine Woche, mit "seinen" Kindern. Auch die Kinder freuen sich über jeden Besucher. Insbesondere wenn diese Motorräder mitbringen. Auch uns wurde angeboten, für einen Tag zu unterrichten. Allerdings entschlossen wir uns, lieber darüber zu schreiben, in der Hoffnung, dass dies CAD mehr hilft, als ein paar Stunden Englisch- oder Mathematikunterricht. Hätten wir mehr Zeit mitgebracht, wären wir wohl ein Weilchen geblieben und hätten ein paar Stunden gehalten.

Und wir hätten es genossen. Denn schon als wir auf den Hof fuhren, empfing uns eine Schar schmutziger Kinder, die uns winkend und lachend mit den Worten „Lehrer, Lehrer!" begrüßten. Manche in dreckigen Lumpen, andere nur in Unterwäsche, enterten sie unsere Motorräder, spielten Fußball mit uns, scherzten und ließen sich auf Armen und Rücken umhertragen. Uns wurde warm ums Herz.

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