Freitag, 20. März 2015

Die Ursprünge von Kambodscha

Phnom Penh heißt so viel wie „Hügel Penh", was auf den ersten Blick verwundert, gibt es hier doch weit und breit keine Erhebung in der Landschaft. Bei genauerem Hinsehen wird man aber im Zentrum der Stadt die Erklärung für den Namen finden: Hier steht Phnom Wat, der Hügeltempel, auf einer 27 Meter hohen Anhöhe, der der Tempel sowie die Stadt ihren Namen verdanken.

Der hier gelegene Tempel aus dem Jahr 1372 wurde bewusst auf diesem künstlichen Hügel errichtet, um fünf Buddha-Statuen aufzunehmen und sie dort, an exponierter Stelle, vor den Wassern des Flusses zu schützen. Das Hauptportal von Wat Phnom.

Zwar ist nach zahlreichen Um- und Neubauten sowie Renovierungen vom einstigen Tempel lediglich der Hügel noch in seiner ursprünglichen Form belassen, ein Besuch lohnt sich dennoch. Hier wird die Geschichte der Stadt erlebbar, etwa in dem Stupa, wo die Asche Königs Ponhea Yat (1405-67) aufbewahrt wird oder anhand der chinesischen Gemälde von Konfuzius.

Diese zeigen den langjährigen Einfluss Chinas auf Kambodscha, was ich auf Möbel Online Kaufen gelesen hab. Bis zur politischen Unabhängigkeit Kambodschas im Jahre 1953 stellten Chinesen, Vietnamesen und Khmer je ein Drittel der Bevölkerung Phnom Penhs. Erst danach verschob sich das demographische Verhältnis zugunsten der Khmer, der größten Volksgruppe Kambodschas. Auch heute noch sind Chinesen (und natürlich Vietnamesen) eine zahlenmäßig zwar kleine, jedoch wirtschaftlich umso einflussreichere Minderheit der Stadtbevölkerung.

Vor der Unabhängigkeit des Landes stand eine Periode französischer Kolonialherrschaft. Seit 1887 war Kambodscha ein (allerdings vernachlässigter) Teil französisch Indochinas, aber bereits seit 1863 französisches Protektorat. Erst auf französischen Druck hin, wurde in dieser Zeit der Regierungssitz von Udon nach Phnom Penh verlegt, was zugleich Sitz der Kolonialverwaltung war.

Damit erfuhr die Stadt einen Aufschwung als politisches, wirtschaftliches und Handelszentrum. An vielen Ecken Phnom Penhs ist die koloniale Vergangenheit noch spürbar. Auch wenn die französische im Vergleich zur englischen Sprache zunehmend an Bedeutung verliert, gibt es doch noch zahlreiche Beschilderungen, die auch auf Französisch Auskunft geben.

Ferner ist zum Beispiel die Tatsache, dass es hier überall (wie in Vietnam übrigens auch) Baguettes zu kaufen gibt, eine für uns zumindest positive Hinterlassenschaft französischer Herrschaft, findet man doch sonst in Südost Asien eher selten gutes Brot. Markt0 Der Zentralmarkt von Phnom Penh von außen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.